Christoph Koschel -

Christoph Koschel hielt auf dem diesjährigen hamburger Mercedes Benz Reiterforum im September nach Meredith Michaels Beerbaum den zweiten Vortrag. Thema: Fitness beim Dressurpferd in der täglichen Arbeit.

Der Bronzemedaillengewinner der Weltreiterspiele in Kentucky von 2010 und Silbermedaillengewinner der Europameisterschaften 2011, der dann im Februar 2012 sein Championatspferd verkauft hatte, war als Referent im Reiterforum September 2012 geladen:

Er erläuterte u.a. seinen persönlichen „ Apfeltest“, der ihm Aufschluß über den Muskeltonus eines Pferdes gebe.

Der anerkannte DOKR – Trainer machte einmal mehr deutlich, dass Dressurpferde genauso vielseitig trainiert werden müssten, wie die Sportpferde anderer Disziplinen. Wenn nicht sogar noch vielseitiger. Dabei wies er darauf hin, dass täglich die selben Lektionen auf dem selben Untergrund das Dressurpferd nicht trainieren, sondern verschleißen und abstumpfen würden.

Wie der Dressurreiter stattdessen Training anders gestalten könne, demonstrierte er im Video. Im Wald beim Auf und Ab könne man nämlich die Piaffe gezielt unterstützen. Die Piaffe am Abhang beispielsweise fordere eilige Pferde zum etwas langsameren Bewegungsablauf auf. Dagegen würden sie gezwungen bergauf kraftvoller abzufußen.

Beispielsweise zeigte er anhand eines Videos auf, was er mit Pferden übe, die etwas Balance Probleme in der versammelten Galoppade hätten: >>

Er ging auch auf die Sportpferdehaltung im Allgemeinen ein. Er bemühte sich, klar zu machen, dass der Reitersmann mit Geduld jedes Pferd an die Weide und das Paddock gewöhnen könne. Dass viele Pferde eigentlich zu dick wären, erwähnte er genauso wie das Problem der meisten seiner Schüler, die mit etwas faulen Pferden kämpften. Träge Pferde müsse man in der Aufwärmphase gezielt motivieren und fein reiten, bis man dann Lektionen ungezwungen und ohne Aufwand abfragen könne.