Bent Branderup

Jeden ersten Mittwoch im Monat lädt Bent Branderup (außer Januar & Februar) in Toreby Dänemark alle Interessierten zu seiner öffentlichen Arbeit mit den Pferden in seine Reitakademie ein.

Adresse:
Branderup ApS
Østergade 4
DK-4891 Toreby

Er war von Kindesbeinen an ein Pferdenarr, der lange auf ein eigenes Pferd und das Reiten warten musste. Noch bevor sich ihm diese Möglichkeit eröffnete, restaurierte er Kutschen und bildete dazu eine Kabstrubber Stute als Wagenpferd aus.

Da ihn Pferde so sehr faszinierten und er vor hatte, nach der Schule Ethnology mit Blickpunkt des Umgangs der Menschen mit dem Pferd zu studieren, reiste er zunächst durch Europa, um die unterschiedlichen Arten und Weisen Pferde zu kultivieren und zu nutzen, zu studieren.
Er arbeitete auf seiner Reise quer durch Spanien an der Escuela Andaluza del Arte Equestre, er lernte die Alta Escuela, die sogenannte ” spanische Hochschule ” für Pferde kennen, und er wurde Schüler von Don Alvaro Domecq and Don Javier Garcia Romero. Über das „Wann“ konnten keine Daten gefunden werden. Einen eindeutigen Hinweis auf ein genaues Alter und einen genauen Geburtsjahrgang haben wir vom Kunstreiter Branderup ebenfalls nicht ausfindig machen können.

Vom Reiten als Kunstform fasziniert, gab er sein Vorhaben zu studieren auf. Stattdessen drehte er den Spieß um und erschuf eine Akademie der Reitkunst. „Academic of Art by Bent Branderup“, die seit einigen Jahren besteht und ihren Sitz in Dänemark hat.

Aber zuvor suchte er noch gezielt auch andere lebende Meister der klassischen Reitkunst auf: Nuno Oliveira in Portugal und später Egon von Neindorff in Karlsruhe in Deutschland.
Xenophon, Pluvinel, Guérinière, Newcastle bis hin zu Steinbrecht, das sind Akademiker der Reitkunst, deren Lehren er offenbar auf seiner Akademie zu waren und zu bewaren versucht.
Dabei stellt er aber gleichzeitig klar, dass er, Bent Branderup, irgendwann begann seine Pferde in der Ausbildung nicht mehr für die Dressur zu nutzen, beziehungsweise sie dieser unterzuordenen, sondern die Dressur in den Dienst der Pferde stellte, um sie gesund zu erhalten. Das war früher bei den alten Meistern wahrscheinlich anders.
Hier wünschte sich die Redaktion von Reiter Aktuell das wachsame Auge der Wissenschaft. Man möge doch ” diese Sache ” einmal wissenschaftlich beleuchten. In welcher Weise ist ein Akademiker in der Lage, an dieser Stelle ein Urteil zu fällen ? Zumindest erhebt Herr Branderup an dieser Stelle einen sehr ehrenwerten und hohen Anspruch.

Hier ein junges Zitat des Bent Branderup auf facebook zur Beziehung von Reitschüler und Lehrpferd: ” Traditionally young riders learned from old horses and riders. This ancient system has become unreachable to most people. Therefore the education of a rider will take much longer as earlier. But as we just want to spend time well, it doesn’t matter. ”

Branderups Knabstrubber Hengst namens Hugin ist auch in Deutschland bekannt, da er für die Knabstubber-Zucht eine nicht zu verachtende und bedeutende Rolle spielte. Er ist mittlerweile 26 Jahre alt und offenbar gesund und munter. Die 8 Jährige Tochter Branderups hat somit die Chance, auf dem nackten Rücken eines piaffierenden Pferdes, die Bewegungen zu erspühren und zu erleben, wie es heute nur sehr wenigen Kindern und Reitanfängern möglich ist.

Branderup steht für die Hingabe zum Tigerschecken. Eine Reinzucht von Tiegerschecken (Knabstrubbern) aus einem bestimmten Stamm in Dänemark galt im barocken Europa als Lieblingsreitpferd der Könige und Kaiser. Diese Pferde wurden vor goldene Kutschen gepannt und waren gut geeignet, die barocke Lebensfreude ihrer adligen Herren zu repräsentieren. Überall in Europa entstanden um das Jahr 1536 Akademien, wo Adlige und Fürsten ihre Pferde bis zur Vollendung ausbildeten.